FORUMAMPULS

Die kostenfreie Vortragsreihe „ForumAmPuls“ findet immer am letzten Donnerstag im Monat, von 16:00 bis 17:00 Uhr online statt. Hier werden aktuelle Themen aus und für den frühkindlichen Bereich ins Gespräch gebracht. Referenten aus der Wissenschaft und der Praxis stellen diese Themen vor, diskutieren, geben Impulse für pädagogisches Handeln und kommen mit Ihnen ins Gespräch.

 

Kommende Veranstaltungen


SONDERVERANSTALTUNG FORUMAMPULS „KINDER UND FAMILIEN MIT FLUCHTERFAHRUNG IN DER KINDERTAGESBETREUUNG“ TEIL 2

VIELFALTSSENSIBLES HANDELN IN DER FRÜHEN BILDUNG

findet statt am 01.06.2022, von 16:00 – 17:30 Uhr.

Für Kinder mit Fluchterfahrung sind Angebote der Kindertagesbetreuung eine große Chance für ihre Bildung, Entwicklung und Sozialisation, für deren Familien stellen die Angebote eine Brücke zur Gesellschaft dar. Hier verfolgen zahlreiche Kommunen das Ziel, die Familien im Sinne von Partizipation und Empowerment zu stärken.

Auf der anderen Seite führt jedoch die aktuelle Situation auch zu einer wachsenden Anzahl von Kindern, die mit Unsicherheiten, Belastungen und schwierigen Lebensbedingungen konfrontiert wurden. Kinder und Familien treffen teilweise ohne Kenntnisse in der Umgebungssprache Deutsch auf ein ihnen unbekanntes Bildungssystem, was mit besonderen Anforderungen sowohl für die Kinder und Familien, als auch für die Fachkräfte aus Kitas, Kommunen und Angebotsträgern einhergeht.

Im Beitrag sollen zunächst die Erfahrungen in der Unterstützung von Kindern und Familien mit Fluchterfahrung zusammengeführt werden, um Strategien für die aktuelle Situation des Systems der Kindertagesbetreuung zu entwickeln. Bereits bestehendes Praxis- und Qualifizierungsmaterial soll vor dem Hintergrund etablierter Konzepte (vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, Inklusive Pädagogik) diskutiert werden, um Perspektiven für ein vielfaltssensibles Handeln in der frühen Bildung aufzuzeigen.

Prof. Dr. Timm Albers

Lehrstuhl für Inklusive Pädagogik

Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen


SONDERVERANSTALTUNG FORUMAMPULS „KINDER UND FAMILIEN MIT FLUCHTERFAHRUNG IN DER KINDERTAGESBETREUUNG“ TEIL 3

KOMPETENZENTWICKLUNG VON KITA-TEAMS IN DER BEGEGNUNG MIT KINDERN UND FAMILIEN MIT FLUCHTERFAHRUNG

findet statt am 22.06.2022, von 16:00 – 17:30 Uhr.

Die Begegnung und professionelle Arbeit mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrung stellt für manche pädagogische Fachkräfte und Teams eine besondere Herausforderung dar. Im Vortrag wird die besondere Situation dieser Kinder dargestellt und es werden Hinweise gegeben, wie Pädagog*innen in Kitas ihre Kompetenzen aktualisieren und weiterentwickeln können, um die Zielgruppe besser verstehen zu können und auf diesem Hintergrund passgenaue Begegnungen zu gestalten.

  

Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff

Co-Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg (ZfKJ)

Frühe Kindheit, Frühpädagogik, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Herausforderndes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen, Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendallter, Resilienz





Vorherige Veranstaltungen


Kinderrechte in Krisenzeiten

fand statt am 19. Mai 2022, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Rechte der Kinder massiv eingeschränkt. In welchen Fällen war dies unausweichlich und wo sind die Rechte unter anderem auf Vorrang des Kindeswohls und Beteiligung unzulässig verletzt worden? Welche Belastungen haben sich daraus für Kinder ergeben? In welchem Umfang wurde die bereits bestehende Chancenungleichheit zwischen Kindern noch verstärkt? War der Schutz der Kinder vor Gefahren ausreichend gewährleistet? Es wird erörtert, wie die Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte von Kindern auch in schwierigen Zeiten bestmöglich verwirklicht werden und was wir aus der Krise lernen können.

Bianka Pergande

Geschäftsführerin Deutsche Liga für das Kind

Kinderrechte, Kita-Qualität, Kommunalberatung (integrierte Planung zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit von Kindern)

Prof. Dr. Jörg Maywald

Experte für Kinderrechte und Kinderschutz, Honorarprofessor an der Fachhochschule Potsdam Sozial- und Bildungswissenschaften

Kinderrechte, Kinderschutz, Kita-Qualität


SONDERVERANSTALTUNG FORUMAMPULS „KINDER UND FAMILIEN MIT FLUCHTERFAHRUNG IN DER KINDERTAGESBETREUUNG“ TEIL 1

Trauma - Umgang mit Traumatisierten Kindern in der Kita

fand statt am 12.05.2022, von 16:00 – 17:30 Uhr

Seit der Migrationswelle ist das Wort Trauma in aller Munde, traumatisierte Erwachsene, traumatisierte Kinder und Jugendliche aus den Kriegsgebieten. Die Kenntnis über die Bedeutung von Trauma, deren Auswirkungen und die Reaktionsweisen bei Kindern wie bei Erwachsenen sind mittlerweile unabdingbar, um die Reaktionen und Handlungen der Kinder besser verstehen zu können. Das Verstehen ermöglicht der Pädagogin/Pädagogen seine pädagogische Handlungsweise, sein pädagogisches Angebot und sich mit seiner eigenen emotionalen Befindlichkeit/Haltung darauf einzustellen. Sie werden vielleicht erstaunt, überrascht sein, wie viele bekannte Elemente aus der Reform-Heil-Montessoripädagogik in der Traumapädagogik wieder zu finden sind. Sie erfahren in der Veranstaltung einen Wechsel aus Theorie und Praxis.     

Bärbel Wolf-May

Dipl. Sozialpädagogin (FH), freiberufliche systemische Supervisorin, Traumapädagogin (WISL), Supervision in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Kindertagesstätten, Lehrbeauftragte an der SRH-Hochschule Heidelberg, Fachbereich Soziale Arbeit


Kinderschutz gewinnt weiter an Bedeutung

Kinderschutzkonzepte in der Kindertagesbetreuung

fand statt am 28. April 2022, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Kinderschutz in der Kindertagesbetreuung nimmt einen zentralen Stellenwert in der Umsetzung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) ein. Wichtige Fragestellungen sind hierbei: Wie können Kinderschutzkonzepte entwickelt werden, damit sie tragfähig sind? Welche Wirkung hat die Entwicklung eines Kinderschutzkonzeptes auf das Team der Einrichtung? Welche zentralen Strukturelemente benötigt ein Kinderschutzkonzept? Es wurde diskutiert, wie die Empfehlungen von Landesebene in die konkrete Praxis einbezogen werden können.

Evelyn Samara

Referatsleiterin Kindertageseinrichtungen im KVJS-Landesjugendamt

Kinderschutz in der frühkindlichen Bildung, Verwaltungsrecht, Organisationsentwicklung und Change Management in Non-Profit-Organisationen


Das Wohl von Kindern im Blick

Verletzendes Verhalten gemeinsam verhindern

fand statt am 31. März 2022, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Aktuelle Studien zeigen, dass pädagogische Fachkräfte in Kitas verletzendes Verhalten gegenüber Kindern beobachten oder gar selbst ausüben. Beeinträchtigungen der seelischen und körperlichen Gesundheit von Kindern sind mögliche Folgen. Pädagogischen Fachkräften fällt es jedoch oftmals schwer, bei der Beobachtung verletzender Verhaltensweisen einzuschreiten und zu handeln. Es braucht daher ein hohes Verantwortungsgefühl und vor allem eine „Kultur der gegenseitigen Rückmeldung und Unterstützung“, um Kinder mutig und verantwortungsbewusst zu schützen. In der Veranstaltung möchten wir aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen und gemeinsam mit Ihnen darüber diskutieren, wie eine Annäherung an das Tabu-Thema des verletzenden Verhaltens gelingen und ein feinfühliger Umgang mit Kindern im Kita-Alltag unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Regina Remsperger-Kehm

Professur für „Frühkindliche Bildung“, Hochschule Fulda

Fachkraft-Kind-Interaktionen, Begleitung der Bildungsprozesse von Kindern, Kinderrechte, Kinderschutz, Gesundheitsförderung, Qualitätsentwicklung in der Frühen Bildung

Prof. Dr. Astrid Boll

Professur für „Kindheitspädagogik“ Europäische Fachhochschule (EUFH)

Elementardidaktik, Fachkraft-Kind-Interaktionen, Kinderschutz und Kinderrechte, Kreativität sowie Praxis der pädagogischen Arbeit


Interaktion als Schlüssel zu Beziehung

Die Rolle von Kontext und Kultur

fand statt am 24. Februar 2022, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Beziehungen sind lebensnotwendig und sie entstehen in sozialen Kontakten. Das trifft für alle Menschen zu, bedeutet aber nicht, dass es für alle Menschen das Gleiche bedeutet. Tatsächlich gibt es profunde kulturelle Unterschiede, wie Beziehungen entstehen und wie sie gelebt werden. Das bedeutet, dass auch soziale Kontakte kulturspezifischen Skripts folgen. In diesem Vortrag werden unterschiedliche Beziehungskonzeptionen, sowie deren Entstehungsbedingungen in ihrer Bedeutung für die Frühpädagogik diskutiert.

Prof. em. Dr. Heidi Keller 

emeritierte Universitätsprofessorin für Psychologie an der Universität Osnabrück Direktorin von Nevet an der Hebrew University in Jerusalem

internationale, kulturelle und kontextuelle Diversität kindliche Entwicklung Kultur, Lernen und Entwicklung

Sonderveranstaltung

ALLES ZÄHLT! MATHE IM KITA-ALLTAG -  Mathematische Vorläuferfähigkeiten spielerisch entwickeln

In einer Kooperationsveranstaltung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und des Forums Frühkindliche Bildung Baden-Württemberg werden das Material „Alles zählt! Mathe im Kita-Alltag“ sowie grundlegende Aspekte und Ideen zur Entwicklung mathematischer Vorläuferfähigkeiten bei Kindern durch Vertreterinnen und Vertreter des Projektteams (Dr. Lucia Teuscher, Philip Mohila) vorgestellt. Eröffnet wird die Veranstaltung durch einen wissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Dagmar Bönig, Professorin für Didaktik der Mathematik an der Universität Bremen.

Ziel der Veranstaltung ist es, einen Einblick in die Thematik der mathematischen Vorläuferfähigkeiten bei Kindern zu geben und das Material „Alles zählt! Mathe im Kita-Alltag (Impulskarten, Praxisheft und Begleitheft) vorzustellen, um pädagogische Fachkräfte durch theoretische und praktische Impulse bei der Entwicklung von mathematischen Vorläuferfähigkeiten bei Kindern zu unterstützen.

Die digitale Veranstaltung fand am 10. Februar 2022 von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr statt.

 

Die Materialien zu „ALLES ZÄHLT! Mathe im Kita-Alltag“ können Sie sich auf der Seite des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport herunterladen:

http://kindergaerten-bw.de/,Lde/Foerderung+mathematischer+Kompetenzen


Stressreduktion und Stressbewältigung in der Kita (Schwerpunkt U3)

Alltagsgestaltung in Beziehung

fand statt am 27. Januar 2022, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Ein stressiger Kita-Alltag bedeutet für Kinder eine hohe Belastung und wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Allerdings sind sowohl Kinder als auch pädagogische Fachkräfte im Gruppenalltag nicht nur aufbauenden, sondern auch belastenden Einflüssen und Situationen ausgesetzt. Insbesondere wenn der pädagogische Alltag nicht gut auf das Kind und die Gruppe abgestimmt ist, kommen alle schnell in die Überforderung. Für pädagogische Fachkräfte ist es deshalb ein Muss, mögliche Stressoren im Kita-Alltag zu identifizieren und durch pädagogische Maßnahmen negativen Stress so weit wie möglich zu reduzieren.

In unserem Fachgespräch wollen wir den Kita-Alltag unter die Lupe nehmen: Wie lässt sich Stress gezielt reduzieren? Welche Zugänge stärken Fachkräfte und Kinder in Bezug auf die Bewältigung von Stress?

Prof. Dr. Dorothee Gutknecht

Professorin der Kindheitspädagogik

Säuglings- und Kleinkindpädagogik, Achtsamkeit, Sprache, Inklusion,

Christine Bader

Selbständige Fort- und Weiterbildungsreferentin, Marte Meo Supervisorin

Beziehungsvolle Kleinkindpädagogik, Marte Meo


Ressourcenorientierte Begegnung mit Herausforderndem Verhalten

fand statt am 16. Dezember 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Eine große Zahl von pädagogischen Fachkräfte in Kitas erlebt sich phasenweise durch Verhaltensweisen von Kindern herausgefordert und belastet. Im Vortrag wird zunächst ein Rahmenkonzept der systematischen und professionellen Begegnung mit diesen Verhaltensweisen dargestellt, dessen Grundlage eine genaue Beobachtung und ein tiefergehendes Verstehen des Kindes und seiner Familie ist. Auf dieser Grundlage können dann konkrete Handlungsstrategien auf den Ebenen Kind, Team, Familie und weitere Dienste geplant und umgesetzt werden. Das Rahmenkonzept „Herausforderndes Verhalten in der Kita“ (HeVeKi) hat sich vielfach in der Praxis bewährt und ist wissenschaftlich positiv evaluiert.

Die Praxispartnerinnen stellen dar, wie das Konzept in der Praxis gelebt werden kann und geben einen Einblick, wie die Implementierung in mehreren Kitas einer Kommune gelingen kann.

Prof. Rieke Hoffer

Professorin für Soziale Arbeit im Kontext von Kindheit, Jugend und Familie an der Hochschule Koblenz

Diplom Psychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Lea Brecklinghaus

Leiterin in der städtischen Kindertagesstätte In der Au

HeVeKi-Multiplikatorin

Anja Heini

Heilpädagogischer Fachdienst für die städtischen Kindertagesstätten

HeVeKi-Multiplikatorin, Koordination und Leitung des Arbeitskreises HeVeKi Villingen-Schwenningen


Inklusion - Alles eine Frage der Haltung?

fand statt am 25. November 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Inklusion geht mit einem hohen Anspruch einher: Alle Kinder und Familien sollen sich willkommen fühlen, unabhängig von Herkunft, Status, Geschlecht, Fähigkeiten usw. Damit dieser Anspruch nicht zu einer Überforderung führt, ist ein prozesshaftes Verständnis von Inklusion wichtig. Eine inklusive Kindertageseinrichtung muss und kann dabei nicht perfekt sein, sondern sich vielmehr auf den Weg machen. Eine gelingende inklusive Praxis ist aber nicht nur eine Frage der Haltung, sondern zeigt sich auf unterschiedlichen Ebenen. Der Modellversuch Inklusion sucht hier gemeinsam mit den beteiligten Kitas praktizierbare Wege, diese unterschiedlichen Ebenen von Inklusion im Alltag zu leben. Vor diesem Hintergrund möchten wir im Vortrag nicht nur zur Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung anregen, sondern auch Impulse geben, wie Inklusion zum gelebten Leitbild pädagogischen Handelns werden kann.

Prof. Dr. Timm Albers

Lehrstuhl für Inklusive Pädagogik

Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen

Dipl. Päd. Anja Gérard (FFB)

Qualitätsbegleiterin Modellversuch Inklusion, Stadtkreis Mannheim

Inklusion konkret - Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis, Prozessbegleitung


Inklusion - Auf der Suche nach den Grundlagen inklusiver Frühpädagogik

fand statt am 28. Oktober 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Mehr als 10 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) geht es auch in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen darum, das neue bildungspolitische Leitbild der Inklusion umzusetzen. Art. 24 der UN-BRK fordert die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen. Inklusion sollte so früh wie möglich beginnen, d.h. auch der Elementarbereich ist hier einzubeziehen. Mit dem Ausbau der inklusiven Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen muss jedoch auch die Qualitätsentwicklung mithalten. In dem Vortrag wurde das Mehrebenenmodell der Entwicklung inklusiver Kindertageseinrichtungen mit vorgestellt und ein Leitfaden mit Qualitätsstandards für die praktische Arbeit erläutert.


Prof. Dr. Ulrich Heimlich

Professor für Lernbehindertenpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Schwerpunkt: Inklusive Qualität in Arbeitsfeldern inklusiver Pädagogik, Evaluation inklusiver Förderkonzepte im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich, Inklusionsberatung für Kindergarten, Schule usf. und Wissenschaftliche Begleitung von Inklusionsprojekten


Zusammenarbeit mit Familien während der Corona-Pandemie

Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis

fand statt am 29. Juli 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr.

An eine intensive partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern und Familien in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege sind hohe Erwartungen geknüpft. Bei näherer Betrachtung ist das Konzept der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft nicht frei von Widersprüchen. Aufgelöst werden kann dies nur durch eine enge und dialogische Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Durch die Corona-Pandemie waren und sind viele bewährte Methoden der Zusammenarbeit mit den Familien nicht mehr möglich oder werden auch auf absehbare Zeit nicht mehr realisierbar sein. Viele Einrichtungen sind in dieser Ausnahmesituation neue Wege gegangen, um trotz alledem im Kontakt mit den Eltern und Familien zu bleiben. Im Vortrag wurden aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis diskutiert.



Prof. Dr. Samuel Jahreiß

Professor für Soziale Arbeit in der Studienrichtung Bildung und Erziehung in der Kindheit an der BA Sachsen

Zusammenarbeit mit Eltern und Familien, Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit, Professionalisierung kindheitspädagogischer Fachkräfte

Cordula Lasner-Tietze

Dozentin für Sozialpolitik und Berufsethik an der BA Sachsen



Regulation in der frühen Kindheit

Von der interpersonalen zur Selbstregulation

fand statt am 24. Juni 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Mit dem Alter lernen Kinder, ihr Denken, Fühlen und Handeln zielorientiert zu steuern. Dafür brauchen sie Impulskontrolle und Strategien der Emotionsregulation. Beide Kompetenzen zeigen wichtige Fortschritte im Kindergartenalter. Sie hängen ab von der Hirnreifung und von sozialen Lernprozessen. Im Vortrag wird die Bedeutung dieser beiden Faktoren von zwei Expertinnen genauer beleuchtet. Die Veranstaltung bietet darüber hinaus Gelegenheit, zu besprechen, was die Selbstregulation von Kindern stärken kann und wie mit Kindern umzugehen ist, die sich auf diesem Gebiet besonders schwer tun.



Prof. Dr. Sabina Pauen

Professorin für Entwicklungspsychologie und Biologische Psychologie.

Frühkindliche sozial-kognitive Entwicklung und ihre Bezüge zur Gehirnentwicklung

Prof. Dr. Jeanette Roos

Professorin für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie, Leitung des Studiengangs Frühkindliche und Elementarbildung/im Master Bildungswissenschaften im Profil Bildungsprozesse in früher Kindheit und im Elementarbereich

Entwicklungsprozesse in der Kindheit (u. a. Emotion, Sprache), Haltung päd. Fachkräfte, Kindheit im Wandel/digitale Medien in der Kindheit



Ein Schulkind werden

Anschlussfähige Bildungsprozesse im Übergang von der Kita in die Grundschule

fand statt am 27. Mai 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr.

Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist ein Prozess, den Kinder und Eltern unterschiedlich erleben und aktiv bewältigen müssen. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte werden dabei als Entwicklungs- und Bildungsbegleiter angesehen, die Kinder und Eltern durch die Gestaltung des Übergangs unterstützen und begleiten. Anschlussfähigkeit in den Bildungsprozessen von Kindern, die von der Kita in die Grundschule wechseln, stellt durch die historische Trennung sowie die Systemunterschiede von Elementar- und Primarbereich in Deutschland keine Selbstverständlichkeit dar. Im Vortrag werden Theorien, Konzepte und Forschungsbefunde zu zentralen Themen wie Transition, Kooperation und Bildungsdokumentation im Übergang vorgestellt und praxisnah mittels Beispielen und Handlungsansätzen beleuchtet.



DR. JOHANNA BACKHAUS-KNOCKE

Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Uni Köln

Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe/Frühpädagogik

THOMAS HOHMANN

Stellvertretender Fachbereichsleiter Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, SKM Köln

Frühpädagogik



Sprachbildung im Kontext der Mehrsprachigkeit

Chancen und Herausforderungen

fand statt am 29. April 2021, von 16:00 – 17:00 Uhr. 

    Sprachbildung ist zu einer Querschnittsaufgabe geworden und gehört zum festen Bestandteil des Kitaalltags. Kinder lernen in sozialen Interaktionen mit Gleichaltrigen und Erwachsenen, in schnellem Tempo und mit viel Freude. Der Vortrag wird auf das Sprachenlernen bei mehrsprachigen Kindern eingehen: wie sind die Verläufe, was sind die Besonderheiten beim Deutscherwerb, wie kann man zweisprachige Kinder gezielt unterstützen, wie ist der pädagogische Umgang mit Sprachauffälligkeiten, welche Fragen beschäftigen Eltern bzgl. der mehrsprachigen Erziehung ihrer Kinder.

    MAIKE TIRO

    Diplom-Logopädin, Dozentin im Fachbereich Kindersprache (SRH Fachschule für Logopädie in Heidelberg) und Referentin an der PH Heidelberg (Studiengang Frühkindliche und elementare Bildung)

    Evidenzbasierte Behandlung von Kindern mit Sprachentwicklungs-verzögerungen, (spezifischen) Sprachentwicklungsstörungen, kindlichen Aussprachestörungen und myofunktionellen Störungen

    Prof. Dr. Nataliya Soultanian

    Leitung Forum Frühkindliche Bildung

    Nataliya.Soultanian@ffb.kv.bwl.de

    Telefon: +49 711 279-4230

    In der Peer starten wir!

    Peer-Eingewöhnung - Ein innovatives Modell für Krippe und Kita

    fand statt am Donnerstag, 25. März 2021, 16.00-17.00 Uhr.

    Beziehungen zu Peers und die soziale Interaktion mit „Gleichaltrigen" haben großen Einfluss auf die individuelle Entwicklung von Kindern und bieten im Rahmen dieses Sozialisationskontextes vielfältige Erfahrungen. Dieser Nutzen von Peers als Unterstützungsressource gilt als wichtiger Parameter bei der Gestaltung eines gelingenden Übergangs und dessen stressarmer Bewältigung aus kindlicher Sicht.
     
    Das Modell bietet neben den entwicklungsförderlichen und regulatorischen Effekten für die Kinder, positive Auswirkungen auf das professionelle Selbstverständnis der Fachkräfte, eine entspannte(re) Atmosphäre für alle Beteiligten und Erleichterungen im organisatorischen Bereich. Der Impulsvortrag beleuchtet aus wissenschaftlicher Perspektive und aus dem Blickwinkel der praktischen Umsetzung das Modell der Peer-Eingewöhnung. 

    HEIKE FINK

    Studiengang Frühkindliche Bildung und Erziehung, Evangelische Hochschule in Ludwigsburg

    Erziehungswissenschaft (Praxis, Praxisforschung, Sozialmanagement)

    BEATE WELLHÄUSSER

    Leitung Kindernest, Pliezhausen

    Personalmanagement in der Pandemie

    Status Quo, Herausforderungen und Handlungsansätze

    fand statt am Donnerstag, 25. Februar 2021, 16.00-17.00 Uhr.

    Personalmanagement im Bereich der Kindertageseinrichtungen war und ist eine „Dauerbaustelle“. Der Personalmangel, die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams und tlw. hohe Belastungen des pädagogischen Personals waren schon vor der Pandemie Herausforderungen, die nun noch stärker in der Praxis und der (Fach-) Öffentlichkeit wahrgenommen werden. 
    Frau Harscher von der Stadt Ludwigsburg und Herr Prof. Müller von der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg werden das Thema Personalmanagement in der Pandemie aus ihren jeweiligen Perspektiven analysieren, Kontexte und Zusammenhänge in Theorie und Praxis beschreiben und mögliche Handlungsansätze präsentieren. Einen besonderen Fokus werden sie auf das Thema Arbeitnehmer*innen-Gesundheit legen.

    PROF. JENS MÜLLER

    Studiengang Frühkindliche Bildung und Erziehung, Evangelische Hochschule in Ludwigsburg

    Sozialmanagement

    REBECCA HARSCHER

    Leitung Verwaltung, Teamleiterin der städtischen Kindertageseinrichtungen in Ludwigsburg

    Dienst- und Fachaufsicht, Abteilung Kinder und Familien

    Kontakt

    Isabelle Seeger

    Leitung Arbeitsbereich II

    Isabelle.Seeger@ffb.kv.bwl.de

    Telefon: +49 711 279-4240

    CAROLIN FISCHER

    Referentin Arbeitsbereich II

    Carolin.Fischer@ffb.kv.bwl.de

    Telefon: +49 711 279-2467