Es gibt einige Forschungsarbeiten, die sich auf das Handlungsfeld Fachberatung konzentrieren. Sehr bemerkenswert ist jedoch, dass bislang alle Publikationen auf der deskriptiven Ebene angesiedelt sind. Das bedeutet, dass Wahrnehmungen von Fachberatungen und zum Handlungsfeld bereits empirisch fundiert beschrieben wurden. Allerdings fehlt es noch an theoretischen Modellen und Erkenntnissen zur Wirksamkeit von Fachberatung auf die Qualitätssicherung und -entwicklung der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung, d.h. beispielsweise auf die Zusammenarbeit im Team, das Leitungshandeln, das Wohlbefinden und Lernen der Kinder, die Zusammenarbeit mit Familien und vielen weiteren wichtigen Aspekten (Klinkhammer & Schäfer, 2017). Qualität kann auf mehreren Dimensionen und aus mehreren Perspektiven abgebildet werden. Daher ist es nötig, nicht nur die Einschätzungen von Fachkräften, sondern beispielweise auch die Kinderperspektive miteinzubeziehen.
Empirisch fundierte Antworten zur Frage der Wirksamkeit von Fachberatung auf die Qualität in Kitas erfordern wissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen eines systemisch-kontextbezogenen Ansatzes. Als erste Schritte können dazu Studien der Ursache-Wirkungs-Forschung oder dialogorientierter Forschung umgesetzt werden, welche die strukturelle und inhaltliche Heterogenität von Fachberatungen berücksichtigen. Demnach muss bei der Planung des Studiendesigns und bei der Analyse der Forschungsdaten stets die individuelle, strukturelle und inhaltliche Ausrichtung der Fachberatung und auch der Kita mit all ihren Akteurinnen und Akteuren beachtet werden (z.B. auch die Unterstützung durch den Träger). Zum aktuellen Zeitpunkt besteht hinsichtlich der Wirkung von Fachberatung eine Forschungslücke.