„Wie bist du darauf gekommen? - Sprache von Anfang an im Kita-Alltag und der Kindertagespflege anregen“
fand statt am 26. Januar 2023, von 16:00 – 17:00 Uhr.
Anja Leber, Referentin Arbeitsbereich I des Forums Frühkindliche Bildung Diplom-Pädagogin
Die Bedeutung von Sprachbildung und -förderung ist mittlerweile unbestritten. Der Kita-Alltag und der Alltag der Kindertagespflege bieten vielfältige Möglichkeiten, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen.
Doch wie kann Sprache konkret angeregt werden? Welche Gespräche sind besonders entwicklungsfördernd? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus des Vortrags.
Sie erhalten im Rahmen dieses Vortrags nicht nur empirische Hintergründe zur Sprachbildung und -förderung, sondern vor allem auch praktische Anregungen zur alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung, die Sie bereits am nächsten Tag in der Kita und der Kindertagespflege erproben können, um Kinder zum Sprechen und Denken anzuregen.
„Welche Farbe ist die Hautfarbe?“ - In der Kita über Rassismus sprechen
fand statt am 23. Februar 2023, von 16:00 – 17:00 Uhr.
Jutta Reiser, Bildungs-und Sozialmanagement B.A. und Sozialpädagogin
Können junge Kinder rassistisch sein? Wie erleben wir Rassismus in der Kita? Welche Worte verletzen? Und welche Interventionsansätze gibt es?
In diesem Vortrag erhalten Sie Informationen darüber, wie Kinder Rassismus erlernen und welche Rolle er im Alltag von Kita-Kindern spielt. Wir beschäftigen uns mit den psychischen und körperlichen Auswirkungen von Rassismuserfahrungen und wie ein antirassistischer Alltag in der Kita und eine diskriminierungssensible Lernumgebung aussehen.
Sie erhalten Anregungen, wie Sie mit Kindern über Rassismus sprechen und welche Interventionsansätze hilfreich sein können.
„Wenn´s kracht - Konflikte unter Kindern konstruktiv und einfühlsam begleiten“
fand statt am 13. Juli 2023, von 16:00 – 17:00 Uhr
Matthias Schäfer, Systemischer Coach und freiberuflicher Referent für Kinderbetreuungseinrichtungen
Jede Begegnung, jeder einzelne Moment, jeder Kontakt mit Kindern ist eine Interaktion. So wie wir atmen, interagieren wir im Alltag, ohne es im Einzelnen bewusst wahrzunehmen. Immer lernen die Kinder durch die Art, wie Erwachsene mit ihnen interagieren. Auch in Konfliktsituationen. Ohne Konflikt geht es nicht. Ob zwischen Kindern oder zwischen Erwachsenen und Kindern. Professionelles Handeln basiert auf der Reflexionsbereitschaft und -fähigkeit der Fachkräfte. In Konfliktsituationen müssen sie sich fragen: Wann und wie greife ich ein, wenn Kinder streiten? Ergreife ich Partei? Schlichte ich oder muss ich Grenzen setzen? Welche Konsequenzen hat es, wenn ich Sanktionen ausspreche?
Potenziale der Zusammenarbeit mit Familien im Rahmen des Bundesprogramms Sprach-Kitas
fand statt am 26. Oktober 2023, von 16:00 – 17:00 Uhr
Sophie Westphal, Standortleitung PEP Berlin, Operative Projektleitung Elementar plus und Sprach-Kitas: Qualifizierung
Dr.in Jasmin Bempreiksz-Luthardt, Standortleitung PEP Berlin; stellv. wissenschaftliche Leitung Elementar plus
Die Erziehungspartnerschaft zwischen Familien und pädagogischen Fachpersonen ist elementar für die gesunde Entwicklung von Kindern. Es gibt nicht „das eine“ Rezept für die diversen Kinderbetreuungseinrichtungen in Deutschland. Hier setzen die Materialien aus dem Qualifizierungsprogramm des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ an und bieten verschiedene Ansätze und Impulse, wie die Zusammenarbeit mit Familien und damit die Lebensumwelten von Kindern optimal gestaltet werden können.
Im Online-Vortrag erwarten Sie Einblicke in die frei zugänglichen Qualifizierungsmaterialien mit konkreten Beispielen und Erfahrungswerten aus der pädagogischen Praxis. Zudem erfahren Sie, wo Sie die Materialien für die eigene Arbeit abrufen können.
Ungleichheitssensibilität in der Zusammenarbeit mit Familien entwickeln
fand statt am 13. Juni 2024 von 16:00 – 17:00 Uhr (Nachholtermin)
Prof. Dr. Sabine Bollig, Professorin für Sozialpädagogik an der Universität Trier
Die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Kita und Familie ist ein wichtiger Punkt für die Qualität der frühpädagogischen Arbeit. Ein Grund dafür ist, dass die Zusammenarbeit von Kita und Familie Bildungsungleichheiten verkleinern oder vergrößern kann. Deshalb wird zunehmend daran gearbeitet, Fachkräfte für diese ungleichheitsvergrößernden Wirkungen zu sensibilisieren. Dafür gibt es keine einfachen Rezepte. Vielmehr geht es darum, eine Ungleichheitssensibilität zu entwickeln – und zwar als Kita, wie auch als Team und Fachkraft. Im Vortrag wird erläutert, welche Mechanismen es in Kitas gibt, die Ungleichheit zwischen Kindern aus verschiedenen Familien bestärken. Dazu werden Beispiele aus der Fachpraxis gezeigt. Wie eine ungleichheitssensible Praxis aussehen kann, wird abschließend an eigenen konkreten Ansatzpunkten erläutert. Diese bilden die Grundlage der gemeinsamen Diskussion.