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2024

Der Morgenkreis: Alte Pflicht oder aktueller denn je?

fand statt am 29. Februar 2024 von 16:00 – 17:00 Uhr

Petra Evanschitzky, Systemische Organisationsberaterin (SySt®), Sozialpädagogin und Sozialwirtin, Selbstständige Fortbildnerin, Autorin und Prozessbegleiterin

„Das ist ein wichtiger Anker in unserem Tagesablauf“/ „Da bekommen alle einen Überblick“ / „Da lernen die Kinder sprachliche und soziale Kompetenzen“/ „Damit reißen wir die Kinder aus dem Spiel“ / „Das ist so anstrengend für alle“/ „Ich weiß gar nicht, wozu es den überhaupt noch braucht“

Kennen Sie diese oder ähnliche Äußerungen? Und möchten Sie Ihren Erfahrungen einmal einen frischen Blick geben? Der Morgenkreis als scheinbar unumstößliches Ritual im Kita-Alltag wird hinterfragt und neu betrachtet. Und wie so oft kann sich zeigen: es ist keine Frage des Entweder-Oder, sondern des „es kommt halt drauf an“. Worauf? Das wird der Vortrag aufzeigen.

Bildungsort Mahlzeit: Spannendes Lernfeld in der Kita

fand statt am 21. März 2024, von 16:00 – 17:00 Uhr

Daniela Leder, Fachreferentin für Kinderernährung und Ernährungsbildung am Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg

Sigrid Fellmeth, Dipl. Ernährungswissenschaftlerin, BeKi-Referentin & Fachautorin

Essen und Trinken gehören zu den Alltagssituationen in der Kita und sind zugleich wertvolle Bildungsmomente, denn die Esserfahrungen der ersten Lebensjahre prägen das spätere Essverhalten. Gemeinsame Mahlzeiten tragen wesentlich zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls bei, sind im Idealfall ein Wohlfühlmoment und ermöglichen dem Kind bewusst und entspannt essen zu lernen. Die Kita hat dabei die große Chance, Kindern das Kennenlernen einer reichhaltigen Vielfalt an Lebensmitteln zu ermöglichen und eine genussvolle Esskultur zu leben. Doch wie können Essenszeiten als Genusszeiten sowie Bildungsmomente für Kinder und pädagogische Fachkräfte optimal gestaltet und auch genutzt werden? Neben praxisnahen Anregungen erhalten Sie einen Einblick in die vielfältigen Unterstützungsangebote der Landesinitiative BeKi – Bewusste Kinderernährung.

Emotionale Erschöpfung in der Kita – Ursachen, Folgen und Präventionsansätze

fand statt am 16. Mai 2024 von 16:00 – 17:00 Uhr

Prof. Dr. Yvonne Anders, Lehrstuhl für Frühkindliche Bildung und Erziehung, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Mehr und mehr Kinder besuchen immer früher und länger eine Kindertageseinrichtung in Deutschland. Ausschlaggebend ob und in welchem Ausmaß sie davon profitieren, ist die Höhe der pädagogischen Qualität einer Kita. Die pädagogische Fachkraft spielt eine zentrale Rolle für die Gestaltung der Interaktionen in einer Kindertageseinrichtung. Frühpädagogische Fachkräfte sind zunehmend emotional erschöpft und von Burnout bedroht. Der Vortrag beleuchtet die Ursachen von emotionaler Erschöpfung und welchen Einfluss emotionale Erschöpfung auf die Qualität der pädagogischen Interaktionen in Kitas nimmt. Ergänzend werden die systemischen Folgen von Burnout dargestellt. Hierzu werden unterschiedliche Forschungsbefunde herangezogen. Abschließend werden Ansätze zur Prävention von Burnout diskutiert.

„Kratzen, beißen, schlagen, spucken“ - Ein konstruktiver Umgang mit herausforderndem Verhalten

fand statt am 24. Oktober 2024, von 16:00 – 17:00 Uhr

Brigitte Fritz, Fachberaterin Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V. &
Nadine Keuerleber, Qualitätsbegleitung MoVe In Landkreis Böblingen, FFB

„Helene (5;7) wird schnell wütend und schlägt dann um sich. Im Spielkontakt mit anderen Kindern beißt Mario (2;6) wiederholt ein anderes Kind.“
Kennen Sie solche oder ähnliche Verhaltensweisen von Kindern im Kita-Alltag? Pädagogische Fachkräfte können diese Situationen als sehr herausfordernd erleben. In der Folge kann es zu Unsicherheiten und Hilflosigkeit von pädagogischen Fachkräften im Umgang mit Kindern kommen. Im Vortrag erfahren Sie, wie Sie durch einen Perspektivwechsel und ressourcenorientierten Umgang handlungssicherer in diesen Situationen agieren. Zugrunde liegt das HeVeKi-Konzept, welches eine gezielte und systematische Auseinandersetzung mit herausfordernden Situationen bietet. Durch Selbstreflexion 3 wird hierbei die eigene Person im professionellen Setting angesprochen. Ziel ist es, durch einen handlungssicheren Umgang mit herausforderndem Verhalten die Teilhabe und Teilgabe von allen Kindern zu fördern.

Wie Vielfalt zur Bereicherung wird - Pädagogische Überlegungen zu einer bunten Kita-Landschaft

fand statt am 28. November 2024, von 16:00 – 17:00 Uhr

Dr. Magdalena Maack, Qualitätsbegleitung MoVe In Stadtkreis Freiburg &
Vanessa Krauth, Qualitätsbegleitung MoVe In Landkreis Biberach, FFB

Kita-Teams haben es mit einer bunten Vielfalt an Kindern zu tun, die unterschiedliche kulturelle, familiäre und soziale Hintergründe, sowie Interessen und Bedürfnisse mitbringen. Pädagogische Fachkräfte erleben im Umgang mit dieser Vielfalt aber auch immer wieder Spannungsfelder. Es besteht der inklusive Anspruch, dass alle Kinder teilhaben und etwas beitragen können. Dabei kommt nicht selten die Frage auf, wie trotz der vielfältigen Unterschiede noch genügend Gemeinsamkeit, zum Beispiel im Spiel, geschaffen und sichtbar werden kann.
Der Vortrag beleuchtet vor diesem Hintergrund zunächst verschiedene Perspektiven des Vielfaltsbegriffs und greift Chancen und Herausforderungen im Umgang mit Vielfalt in der Kita auf. Anschließend wird aufgezeigt, wie inklusive Spielsituationen im Kita-Alltag unterstützt werden können.

„Vorurteilsfrei – geht das?“ - Vorurteilsbewusstes Handeln im pädagogischen Alltag

fand statt am 12. Dezember 2024, von 16:00 – 17:00 Uhr

Sabrina Bahr, Qualitätsbegleitung MoVe In Landkreis Reutlingen &
Dr. Katja Lißmann, Qualitätsbegleitung MoVe In Landkreis Esslingen, FFB

Die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt und damit auch andere Personen wahrnehmen, ist geprägt von unseren Erfahrungen. Wir gleichen Menschen, Dinge und Orte ab mit dem, was wir bereits über die Welt wissen und ordnen unsere Eindrücke in Kategorien ein. Hierbei können auch Vorurteile entstehen, die einen umfassenden Blick auf den einzelnen Menschen mit seinen vielen Eigenschaften verhindern.
Vorurteilsbewusstes Handeln im pädagogischen Alltag beginnt mit der kritischen Auseinandersetzung der eigenen Vorurteile und geht den Fragen nach:

  • Vorurteilsfrei – geht das?
  • Wie können wir uns unseren Vorurteilen und Stereotypen bewusst werden?

Der Vortrag stellt praktische Impulse und Methoden für die kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen für Leitungen und pädagogische Fachkräfte zur Verfügung.