EVALUATION DES MODELLVERSUCHS INKLUSION

Ausgangspunkt


Ein Schwerpunkt im Rahmen des „Pakts für gute Bildung und Betreuung“ ist die Unterstützung der inklusiven Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen. Das Kultusministerium und die kommunalen Spitzenverbände haben diese gemeinsame Maßnahme im Januar 2019 unterzeichnet und damit den Grundstein für die vierjährige Modellphase gelegt. So wurde als Maßnahme der Modellversuch Inklusion beschlossen. Der Modellversuch Inklusion als Unterstützungssystem wird modellhaft in acht Stadt-  und Landkreisen über vier Jahre erprobt und wird durch das Forum Frühkindliche Bildung evaluiert. Im Rahmen des Modellversuchs wird ein System aus mobilen Fachdiensten und Qualitätsbegleitern etabliert, um pädagogische Fachkräfte der Kitas und Tagespflegepersonen bei der Inklusion von Kindern mit (drohender) Behinderung zu begleiten und zu beraten.

Das Forum Frühkindliche Bildung evaluiert diesen Modellversuch. Die Evaluationsergebnisse sollen dazu beitragen, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die Unterstützungssysteme zur Weiterentwicklung der Inklusion flächendeckend und nachhaltig im Land Baden-Württemberg implementiert werden können.


Studie: Evaluation des Modellversuchs Inklusion


Zielsetzungen

Im Rahmen der Evaluationsstudie soll erfasst werden, wie wirksam die Maßnahmen des Modellprojekts sind und welche Art von Unterstützung bei der Implementierung in die Praxis zielführend ist. Die Erkenntnisse, die aus der Evaluation hervorgehen, sollen außerdem zu einer Verbesserung des Transfererfolgs beitragen.

Methodisches Vorgehen

Die Evaluationsstudie greift auf ein Mehrmethoden-Design mit quantitativen und qualitativen Anteilen zurück. Es werden Online-Befragungen mit allen im Modellversuch beteiligten Kita-Leitungen und pädagogischen Fachkräften durchgeführt. Zudem erfolgen qualitative Leitfaden-Interviews sowohl mit den im Projekt tätigen Qualitätsbegleiterinnen als auch mit den Mitarbeitenden im Mobilen Fachdienst.


Forschungsdesign


Quantitative Befragungen

Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen des Modellversuchs Inklusion werden im quantitativen Teil der Studie standardisierte Befragungen aller beteiligten Kita-Leitungen und pädagogischen Fachkräfte durchgeführt. Es geht insbesondere um Aussagen zur Effektivität der Maßnahmen im Sinne einer ergebnisorientierten Evaluation.

Zentrale Fragen sind u.a.:

  • Wie zufrieden sind die pädagogischen Fachkräfte mit den Maßnahmen des Modellversuchs Inklusion?
  • Wie hat sich die Einstellung zu den vermittelten Inhalten verändert?
  • Wie beurteilen die pädagogischen Fachkräfte den Transfererfolg?

Prozessorientiert werden darüber hinaus über standardisierte Befragungen der Kita-Leitungen und pädagogischen Fachkräfte Stellschrauben für den Transfererfolg in die Praxis erfasst.

Qualitative Befragungen

Ziel der Leitfadeninterviews im qualitativen Teil der Studie ist die Erfassung der förderlichen Faktoren und Hürden für die Effektivität des Modellversuchs Inklusion aus der Perspektive der Qualitätsbegleiterinnen und Mitarbeitenden des Mobilen Fachdienstes.

 

Zentrale Fragen sind u.a.:

  • Welche Strukturen und Maßnahmen im Modellversuch Inklusion sollen erhalten bleiben?
  • Wo wird Änderungsbedarf gesehen, um die Maßnahmen und Strukturen des Modellversuchs weiterzuentwickeln?

Anwendung der Ergebnisse

Die Evaluation des Modellprojekts Inklusion soll zur Entscheidungsfindung beitragen, ob und wie die Maßnahmen des Modellprojekts dauerhaft und flächendeckend im Land Baden-Württemberg implementiert werden. Die Ergebnisse werden durch Publikationen und Veranstaltungen öffentlich gemacht.


Kontakt

ANJA LEBER

Referentin Arbeitsbereich I

anja.leber@ffb.kv.bwl.de

Telefon: +49 711 279-4241

MARGARETHA FAHRNER-MÜLLER

Referentin Arbeitsbereich I

Margaretha.Fahrner-Mueller@ffb.kv.bwl.de

Telefon: +49 711 279-2630